Begriffslexikon

Informationen zu Bühnen, Stapler, Krane, Miete etc.

Absturzsicherung

Absturzsicherungen sind wesentliche Sicherheitselemente beim Einsatz von Arbeitsbühnen und Flurförderzeugen. Absturzsicherungen sollen Unfälle durch Absturz verhindern und die Sicherheit des Bedienpersonals gewährleisten. Geländer und Sicherheitsgurte sind gebräuchlichsten Absturzsicherungen bei Arbeitsbühnen – die Sicherheitsgeländer umgeben die Plattform, um zu verhindern, dass der Bediener versehentlich von der Plattform herunterfällt. Vom Bediener angelegte und mit der Arbeitsbühne verbundene Sicherheitsgurte schaffen eine feste, schützende Verbindung. Schutzdächer und Schutzkabinen, die den Bediener vor herabfallenden Lasten schützen, sind bei Flurfördergeräten vorzufindenden Absturzsicherungen. Einige Staplertypen verfügen auch über Sicherheitsgurte.

Abstützbreite

Die Abstützbreite bezeichnet die Breite, die eine Arbeitsbühne oder ein Flurförderzeug im abgestützten Zustand hat.

Achslast

Die Achslast eines Fahrzeuges ist der Anteil der Gesamtmasse des Fahrzeuges, der auf eine Achse des Fahrzeuges entfällt (Achslast = (Fahrzeuggewicht + Zuladung):  Anzahl der Achsen). Sie ist ein wichtiger Punkt im Zusammenhang mit Sicherheit und Leistung – übermäßige Belastung der Achsen führt zu einer Verschlechterung des Fahr- und Bremsverhaltens und kann zu Schäden am Fahrzeug, an Brücken und Straßen führen. Bei Arbeitsbühnen kann ein Überschreiten der zulässigen Achslast die Stabilität gefährden.

Anbauteile

Anbauteile erweitern die Nutzungsmöglichkeiten, insbesondere von Teleskop-Staplern und Ladekranen/Kranen. So werden durch die Verwendung von Seilwinden, Lasthaken, Gabelverlängerungen oder Arbeitskörben die Einsatzmöglichkeiten vervielfacht. Andere Anbau-/Zubehörteile sind u.a.: Mannkorb, Glassauger, Palettengabeln, Greifer oder Erdschaufeln.

Anschlagen (von Lasten)

Mit „Anschlagen“ wird das Befestigen einer Last an einem Lasthaken bezeichnet – dazu werden ANSCHLAGMITTEL (z.B. Seile, Gurte, Ketten) verwendet.

Anschlagmittel

s. Anschlagen

Arbeitsdiagramm

Arbeitsdiagramme spiegeln die Einsatzmöglichkeiten in grafischer Darstellung wider. Sie zeigen maximale Arbeitshöhen, seitliche Reichweiten und Tragfähigkeiten und geben an, in welchen Positionen welche Lasten wieweit (horizontal und/oder vertikal) sicher bewegt werden können.

Arbeitshöhe

Die Arbeitshöhe gibt die Gesamthöhe an, die mit einer Arbeitsbühne erreicht werden kann. Die Arbeitshöhe errechnet sich aus der Plattformhöhe (Standhöhe) und einem Zuschlag von 2,0 Metern. (Diese 2 Meter entsprechen der maximalen Höhe, die eine durchschnittlich große erwachsene Person mit nach oben ausgestreckten Armen erreichen kann).

Arretierung

Die Arretierung von Arbeitsbühnen ist ein wesentliches Sicherheitselement, das dazu dient, die Stabilität und Sicherheit der Maschine und der Arbeitnehmer in der Höhe zu gewährleisten. Arbeitsbühnen haben häufig bewegliche Teile wie Teleskoparme oder Gelenke, mit denen die Plattform in verschiedene Positionen gebracht werden kann. Die Arretierung ist ein Mechanismus, der sicherstellt, dass diese beweglichen Teile in der gewünschten Position sicher fixiert sind.

Ausladung

Ausladung ist die Entfernung (der Abstand) zwischen Drehkranz und Lastmitte.

Ausleger

Ein Ausleger ist ein mechanisches Bauteil, das bei Arbeitsbühnen und anderen Maschinen dazu dient, die Reichweite der Arbeitsbühne zu vergrößern.   Ausleger gibt es in verschiedenen Ausführungen, z. B. als Teleskop- oder Gittermastausleger oder auch Gelenkausleger.

Auslegerwinkel

Der Auslegerwinkel ist ein wichtiger Parameter für Tragfähigkeit und Stabilität von Teleskopstaplern und Kranen. Je größer der Winkel, desto steiler ragt der Teleskoparm in die Höhe. Die Tragfähigkeit eines Gerätes hängt vom Verhältnis von Auslegerwinkel zu Auslegung ab. Ein kleiner Winkel bei großer Auslegung hat eine geringere Tragfähigkeit zur Folge. Ein größerer Winkel bedeutet in der Regel eine größere Tragfähigkeit, während ein kleinerer Winkel die Stabilität verbessert.

Bauhöhe

Unter der Bauhöhe versteht man die maximale Höhe einer Maschine in zusammengefahrenem Zustand – bei Gabelstaplern entspricht sie meist der Masthöhe, bei Teleskop-Staplern der Kabinenhöhe. Scherenarbeitsbühnen verfügen meist über umklappbare Geländer, um die Bauhöhe verringern zu können.

Bediener

Hinsichtlich der Vorschriften, die ein Bediener einer Arbeitsbühne erfüllen muss, gelten länderspezifisch unterschiedliche Regelungen. In Österreich gilt: Bei Geräten ohne Bedienpersonal fällt es in die alleinige Verantwortung des Auftraggebers, dass die Bedienung der Geräte ausschließlich durch vom Auftraggeber unterwiesene Arbeitskräfte stattfindet und unter Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen der Unfallverhütungsvorschriften, den entsprechenden Bestimmungen der StVO und allen anderen gesetzlichen Bestimmungen, in der in dem jeweiligen Land wo das Gerät eingesetzt wird gültigen Fassung. Im Zuge der Übergabe gemachte Erklärungen für die Bedienung der Geräte ersetzen NICHT die Unterweisungspflicht des Auftraggebers (siehe hierzu AUVA – M820 – Fahrbare Hubarbeitsbühnen). In Deutschland muss laut Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (DGU) jeder, der eine fahrbare Hubarbeitsbühne bedienen will, volljährig sein und entsprechende Unterweisungen erfahren haben – sowohl in der Bedienung des jeweiligen Geräts als auch über die mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen und Schutzmaßnahmen. Die Befähigung zum Bedienen der Hebebühne muss nachgewiesen sein. Darüber hinaus braucht es eine schriftliche Beauftragung zum Bedienen der speziellen Hubarbeitsbühne sowie – bei Teilnahme am Straßenverkehr – den entsprechenden Führerschein. Zum Bedienen der Maschinen sind Personen berechtigt, die vom Auftraggeber in der Bedienung der Maschinen eingeschult und unterwiesen sind, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, der deutschen Sprache mächtig sind, im Besitz der gesetzlich erforderlichen Lenkerberechtigung (Führerschein, Staplerschein, Kranschein etc.) sind und während des Zeitraumes der Benützung weder unter Drogen-, Medikamenten- oder Alkoholeinfluss stehen.

Bedienungsanleitung / Benutzerhandbuch

Mit jedem Gerät wird auch eine Bedienungsanleitung mitgeliefert – die darin enthaltenen Vorgaben und Vorschriften sind ausnahmslos und verpflichtend zu beachten und einzuhalten.

Bodensteuerung

Wenn eine Arbeitsbühne über eine Bodensteuerung verfügt, kann dieses Gerät auch vom Boden aus bedient werden, ohne dass sich der Bediener in der Plattform oder in der Kabine befinden muss. Diese Funktion ermöglicht eine Unterstützung des Bedieners im Korb, beispielsweise bei Notfällen, einem technischen Defekt, etc. Die Bodensteuerung dient vorrangig der schnellen Hilfe „von unten“ und ist nicht als reguläre Steuerung gedacht.

Dokumentenbox

An jeder Bühne befindet sich eine Dokumentenbox – meistens im Arbeitskorb. In dieser Box befinden sich die Bedienungsanleitung und eine Kopie der aktuellen technischen Überprüfung.

Drehkranz

Der Drehkranz ist die schwenkbare Verbindung zwischen Ober- und Unterwagen eines Kranes.

Eigengewicht

Eigengewicht ist das Gewicht einer Hubarbeitsbühne, eines Staplers oder eines anderen Fahrzeuges, ohne Fahrer, ohne zusätzliche Ladung und ohne Last.

Erdungssatz

Bei Arbeiten im Umfeld von Hochspannungsleitungen besteht die Gefahr, dass sich Hubarbeitsbühnen aufladen. Ein Erdungssatz leitet statische Elektrizität und Induktionsspannung in den Boden und schützt so Bediener und Gerät.

Fahrtrichtungserkennung

Die Fahrtrichtungserkennung ist eine Funktion, die in einigen Hubarbeitsbühnen, Gabelstaplern oder anderen Fahrzeuge integriert ist. Die Maschine kann so während der Fahrt automatisch die Fahrtrichtung erkennen und ihre Steuerung und Geschwindigkeit anpassen und ist so sicherer manövrierbar.

Flurförderzeuge

So werden alle gleislosen, gleisgebundenen oder spurgeführten Fahrzeuge bezeichnet, die innerbetrieblich für den horizontalen, ebenerdigen Warentransport verwendet werden. Teilweise sind diese auch mit Hebevorrichtungen ausgestattet.

Freihub

Der Freihub ist eine Funktion, die in einige Gabelstapler oder andere Hebezeuge eingebaut ist. Freihub beschreibt die Entfernung, die Staplergabeln angehoben werden können, ohne dass sich der Mast mitbewegt.

Hubhöhe

Die Hubhöhe ist die maximale Höhe, bis zu der Lasten, von einer Hubarbeitsbühne oder einem Stapler, gehoben werden können. Sie ist die maximale Höhe, die die Gabelzinken erreichen.

Hubstapler

Synonym für Gabelstapler.

Hydraulische Steuerung

Bei einer hydraulischen Steuerung wird Hydraulikflüssigkeit in Zylindern unter Druck gesetzt, um mechanische Bewegungen auszulösen oder um Kräfte zu übertragen.

Hydrostatischer Fahrantrieb

Der hydrostatische Fahrantrieb ist eine Art der hydraulischen Kraftübertragung: Die mechanische Leistung eines Verbrennungsmotors wird in hydraulische Energie umgewandelt. So wird über eine Pumpe Öldruck erzeugt, der über Ölmotoren auf die Räder übertragen wird und diese antreibt.

In welchen Regionen vermieten wir unsere Stapler und Bühnen?

Österreichweit (Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten, Oberösterreich, Niederösterreich, Wien, Steiermark, Burgenland), deutschlandweit (Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen) und europaweit (Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Großbritannien, Niederlande, Kroatien, Ungarn, Slowakei, Griechenland, Tschechien, Polen, Slowenien).

Jib

Ein Jib ist eine mechanische oder hydraulische Auslegerverlängerung, mit der Reichweite und Flexibilität erhöht werden können.

Jib-Arm

Der Jib-Arm, auch Korbarm genannt, ist der flexibel schwenkbare Teil am oberen Ende des Teleskoparms einer Arbeitsbühne. Er verbindet Arbeitskorb und Teleskopausleger miteinander und ermöglich durch seine Flexibilität die exakte Ansteuerung schwer zugänglicher Arbeitsbereiche.

Korblast

Die Korblast (auch Traglast genannt) bezeichnet das maximale Gewicht, das eine Arbeitsbühne im Arbeitskorb tragen darf. Kontrollsysteme warnen beim Überschreiten der zulässigen Korblast akustisch und deaktivieren automatisch die Hubfunktion.

Korbnivellierung

Die Korbnivellierung sorgt dafür, dass sich der Arbeitskorb immer in einer horizontalen Position befindet, auch dann, wenn die Arbeitsbühne selbst schief steht.

Lange Gabeln

Umgangssprachliche Bezeichnung für Gabelverlängerungen.

Lastmomentbegrenzung

Die Lastmomentbegrenzung ist eine Sicherheitseinrichtung bei Hubarbeitsbühnen, bei Kranen und bei anderen Hebemaschinen. Sie soll eine Überlastung Maschine verhindern, indem bei Erreichen des Grenzwertes weitere Bewegungen und Hubvorgänge gestoppt werden.

Lochfahrschutz

Der Lochfahrschutz ist eine Sicherheitseinrichtung (meistens bei Scherenbühnen), die verhindern soll, dass eine Arbeitsbühne kippt, wenn Räder in Löcher oder Vertiefungen einfahren. In der Regel besteht der Lochfahrschutz aus stabilen, zwischen den Rädern der Arbeitsbühne verbauten, Metallblechen oder Metallstangen, die beim Hochfahren der Arbeitsbühne ausklappen. So wird die Bodenfreiheit verringert und damit das Kipprisiko.  

Mega-Deck

Andere Bezeichnung für Superplattform.

Mega-Plateau

Andere Bezeichnung für Superplattform.

Neigungssensor

Der Neigungssensor misst wie weit eine Arbeitsbühne aus der Waagrechten ist – wird die zulässige Schräglage (Neigung) überschritten, löst der Neigungssensor eine akustische Warnung aus und verhindert eine weitere Neigung.

Nichtmarkierende (non-marking) Reifen

Synonym für abriebfeste Reifen.

Notablass

Der Notablass bei Arbeitsbühnen ist eine wichtige Sicherheitseinrichtung. Er wird in Situationen verwendet, in denen ein sicheres Niederlassen erforderlich ist, aber ein „normales“ Niederlassen aus technischen Gründen nicht möglich ist. Da beim Einsatz des Notablasses wichtige Sicherheitsfunktionen (z.B. Reichenweitenbegrenzung, Korblastprüfung, etc.) abgeschaltet werden, darf der Notablass nur mit besonderer Umsicht verwendet werden.

PSAgA

PSAgA steht für „Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz“. Hierbei handelt es um spezielle Schutzausrüstungen, die entwickelt wurden, um Personen gegen Absturz zu sichern, z.B. auf Arbeitsbühnen, bei Arbeiten auf Gerüsten oder Dächern, etc. Die Verwendung einer PSAgA ist für viele Arbeitsbereiche gesetzlich vorgeschrieben.

Schere

Umgangssprachliche Bezeichnung für eine Scherenarbeitsbühne.

Scherenhubsteiger

Siehe Schere.

Sprinterbühne

Umgangssprachliche Bezeichnung für LKW-Arbeitsbühne.

Steiger

Umgangssprachliche Bezeichnung für Teleskop- oder Gelenkteleskoparbeitsbühnen.

Steiger mit Knick

Seltene umgangssprachliche Bezeichnung für Gelenkteleskoparbeitsbühnen.

Telelader

Umgangssprachliche Bezeichnung für Teleskopstapler.

Transportmaße

Transportmaße bezeichnen die Abmessungen einer Hubarbeitsbühne, eines Gabelstaplers oder eines anderen Gerätes in zusammengeklapptem oder eingefahrenem Zustand.

Zusatzausstattung

Siehe Anbauteile